Kalte Heimat

Was heißt woher?

Kalte Heimat – Was heißt woher?

Theaterprojekt von AKA:NYX / Dorothea Schroeder

1945ff. Wie ging man nach Kriegsende in Deutschland mit den Flüchtlingen und Vertriebenen um? Als in Bayern Bürgermeister und Gemeinderäte über Nacht 500 Fremde zugewiesen bekamen und keine Feldbetten der Bundeswehr oder des Technischen Hilfswerks zur Verfügung standen. Als an der Oder Tausende Flüchtlinge campierten und nicht vor und nicht zurück konnten. Als Städte wie Bremen eine Zuzugssperre ausriefen und die Solidarität in ländlichen Regionen ausblieb. Schon damals fragte man sich: Wie soll denn das gehen? Wie sollen wir das schaffen? Wie kann unsere Gesellschaft, Deutschland, denn aussehen, bei so vielen Fremden?

Seitdem sind viele Millionen Menschen in die Bundesrepublik gekommen. Russland-Deutsche und Rumänien-Deutsche, Kriegsflüchtlinge aus Vietnam und Bosnien, mit der DDR wurde sogar ein ganzer Staat übernommen, integriert, eingegrenzt. Wie hat sich die Gesellschaft seitdem verändert? Wie wurden bzw. werden Fremde in unserer Gesellschaft aufgenommen? Und was ist das Andere, Andersartige, Befremdliche, Verwunderliche an der Situation heute, als 2015 an nur einem Tag 12.000 Menschen alleine in München ankamen?

Das dokumentarische Theaterprojekt »Kalte Heimat – Was heißt woher?« verknüpft die alten Geschichten von Vertreibung und Verlust mit dem Neuen, Unbekannten, das unsere Gesellschaft heute spürbar in Aufregung versetzt. Vertriebene, ehemals Geflüchtete und Spätaussiedler erzählen vom Ankommen in Deutschland und treffen auf Menschen, die neu hier sind und von denen viele nicht wissen, ob sie bleiben dürfen. „Kalte Heimat“ ermöglicht Begegnung und Kennenlernen.

 

Aufführungen

im Rahmen des Hohen Friedensfestes
am 4./5. August, 20 Uhr
Café »Tür an Tür«, Wertachstraße 29, 86153 Augsburg

Eintritt

12 € (empfohlen), 8 € (ermäßigt), 0 € (social)

Reservierung

Tel.: +49 (0)176 77 69 77 72
Mail: info@kalteheimat.de
Achtung: sehr begrenzte Platzzahl

 

Uraufführung

war am Montag, 20. November 2017
im Café des Bellevue di Monaco München