Kalte Heimat

Was heißt woher?

Regie

Dorothea Schroeder wurde in Mettmann geboren. Nach mehreren Hospitanzen, Assistenzen und längerer humanitärer Arbeit in einem kroatischen Flüchtlingslager studierte sie 1997 – 2001 Regie an der Bayerischen Theaterakademie „August Everding“. Seither arbeitet sie als freie Regisseurin im Schauspiel und Musiktheater u.a. in Karlsruhe, Osnabrück, München, Mannheim, Düsseldorf, Berlin, Erlangen, Jena und Belgrad. Gemeinsam mit Nina Gühlstorff entwickelte sie im Laufe der Jahre eine Methodik für soziokulturelle Theaterprojekte: Aus qualitativen Interviews entstehen literarische Monologe, wiedergegeben von Schauspielern im Stadtbild. 2015/2016 realisierte Schroeder in München und Augsburg mit Vertreter*innen der Volksgruppe der Sinti und Roma und professionellen Darsteller*innen den theatralen Stadtspaziergang „Schluchten“.

 

Ausstattung

Paul Huf, geboren 1967 in Guadalajara (Mexiko) studierte nach der Ausbildung zum Automechaniker zunächst Soziale Arbeit und danach Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München. Seit 2004 ist er als selbständiger Künstler tätig. Seine Praxis verortet er an den Schnittstellen von Politik, Kunst und Bildung, zunehmend auch im Bereich des Aktivismus. Seit 2009 unterhält er zusammen mit minderjährigen, unbegleiteten, geflüchteten Menschen die Künstlergruppe „You have to be as cool as Alain Delon“. Daneben entstehen Projekte wie „Infra_Beuys“. Immer wieder arbeitet er auch in Theaterprojekten mit als Bühnenbildner und als Ausstatter, zuletzt in „Schwarz Weiß“ von Nina Gühlstorff und Doro Schroeder.

 

Dramaturgie und Neue Medien

Kai Schmidt, Dramaturg, Autor, Regisseur, Projektmanager und Werbetexter, geboren in Rüsselsheim, Stationen ebenda, Salzburg, Frankfurt, Erlangen und München. Verschiedene freie Theaterprojekte als Autor, Regisseur und Initiator. Festivalveranstalter. Ein Roman („Der Entenkönig“, dtv junior), Hörspiele bei ORF Wien und SWR Baden-Baden. Audi-Texter für Saatchi & Saatchi. Mit Katrin Dollinger Gründer und Erfinder des „Theaters der Leere“. Schmidt arbeitete je fünf Jahre als Dramaturg am Theater Erlangen sowie am PATHOS München und ist heute in sehr unterschiedlichen Funktionen in diversen Projekten auch jenseits der Kunst beschäftigt.

 

Spiel und Musik

Andreas Bittl, in München geboren, absolvierte eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Nach Festengagements am Burgtheater Wien, Staatstheater Schwerin und dem Bayerischen Staatsschauspiel München arbeitete er meist frei u.a. am Schauspiel Frankfurt, Neumarkttheater Zürich, Nationaltheater Weimar, Theater Basel sowie am Bochumer Schauspielhaus. Andreas Bittl gestaltete mehrere Musikprogramme als Sänger und Akkordeonist und war als musikalischer Leiter bei Theaterproduktionen tätig, wie etwa bei „Die Irrfahrten des Odysseus“ am Residenztheater. Andreas Bittls verbindet Schauspiel mit einem unerschöpflichen Repertoire an Volksmusik aus aller Welt.

Gabriele Graf wurde in Bonn geboren. Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium absolvierte sie ein dreijähriges Schauspielstudium in München. Seitdem arbeitet sie als Schauspielerin, Sprecherin und Performerin in der freien Szene in München, Frankfurt und Wien. In München arbeitete sie u.a. mit den Regisseur*innen Dominik Wilgenbus, Christina Ruf und Gert Neuner zusammen. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit George Froscher und dem FTM sowie mit Berkan Karpat. In den letzten Jahren entwickelte sich das Theater „Willy Praml“ in Frankfurt/M zu einem ihrer wichtigsten Spielorte. Graf arbeitete zuletzt in der Produktion „Schluchten“ mit Dorothea Schroeder zusammen.

Ingrid Hausl, in Siebenbürgen geboren, kam mit ihrer Familie 1989 nach Deutschland. Sie studierte Fagott an den Musikhochschulen Augsburg und Köln, war Mitglied in studentischen Auswahlorchestern wie der Jungen Deutschen Philharmonie und u.a. am Beethovenorchester Bonn sowie bei den Augsburger Philharmonikern engagiert. Sie absolvierte 2014 den Masterstudiengang Musikvermittlung/Konzertpädagogik in Augsburg und konzipiert und moderiert seitdem Konzerte für Kinder und Jugendliche. Neben ihrer Tätigkeit als Fagottistin und Musikvermittlerin hat Ingrid Hausl einen Lehrauftrag in der Klasse Elementare Musikpädagogik der Universität Augsburg inne.

Sebastian Hausl, Percussionist und leidenschaftlicher Orchester- und Kammermusiker, spielt regelmäßig als Gast bei den Augsburger Philharmonikern und unterrichtet an der Musikschule Ebersberg. Besonders intensiv arbeitet er mit seinem Percussion-Trio Schlag3, dem Improvisations-Ensemble Improtonik, dem Schlagzeug-Quartett Safari und mit dem Gitarrenduo Gruber & Maklar. Sein Ensemble Progetto Seicento vermischt kreativ Musik des 17. Jahrhunderts mit Jazz und italienischem Cantautori. Mit seiner Frau Ingrid Hausl entwickelt er theatrale Konzerte für Kinder und Erwachsene, die klassische und zeitgenössische Musik auf performative Art und Weise miteinander verbindet. Er engagiert sich außerdem im Verein jetzt:musik!, der Augsburger Gesellschaft für Neue Musik.

Susanne Schroeder lebt und arbeitet als freie Schauspielerin, Theaterpädagogin und Autorin in München. Bis 2001 Ensemblemitglied am Volkstheater Rostock, Hessisches Staatstheater Kassel, Bayerisches Staatschauspiel. Es folgten freie Engagements am Theater Luzern, an der Bayerischen Theaterakademie, am Hofspielhaus, beim Internationalen Musikfestival im Chiemgau, am PATHOS München und an den Münchner Kammerspielen. Schroeder ist beliebte Hörspiel- und Hörbuch-Sprecherin beim BR und regelmäßig in TV-Produktionen wie Tatort oder Rosenheimcops zu sehen. Zuletzt stand sie für die neue Kurzserie „Das Veschwinden“, Regie Hans Christian-Schmid, vor der Kamera.

Ulrich Zentner, geboren 1964 in Offenburg, lernte zunächst Außenhandelskaufmann und studierte danach Schauspiel am Zinner Studio in München. Er arbeitet als freier Darsteller u.a. in der Pasinger Fabrik, im FTM München, im Teamtheater und im Metropoltheater München. Gastverträge führten ihn zu den Bregenzer Festspielen, nach Chur und Zürich, ans Stadttheater Hof und zu den Freilichtspielen Feuchtwangen. Im Ensemble von Stefan Kastner erarbeitete er die Stücke „Heraklit“, „Im Enddarm der Stadt“ und „Germania I – III“. Zuletzt war Uli Zentner, der auch als Sprecher arbeitet, in „Kinder des Olymp“ in der Regie von Jochen Schölch am Metropoltheater und bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall zu sehen.

 

Produktionsleitung

Susanne Ernst studierte Theaterwissenschaft, Französisch und Amerikanistik an der LMU München und Sorbonne Nouvelle in Paris. Produktionsleiterin 2014 beim Festival africtions – captured by dance (Ludwigshafen-Bremen-Bielefeld), 2015 bei Spielart, 2016 bei Rodeo München und seit der Spielzeit 2017/18 beim Open Border Ensemble der Münchner Kammerspiele. Als Mitarbeiterin des Rat&Tat Kulturbüros, einer international agierenden offenen Plattform für Zusammenarbeit und Austausch in den Bereichen Kultur, Soziokultur, Veranstaltungsmanagement und Eventmarketing mit Sitz in München und Augsburg, verantwortet Susanne Ernst die Produktion von „Kalte Heimat“.

 

Projektassistenz

Sarah Donderer studierte Kunstgeschichte, Soziologie und NDL an der LMU München. Als Werkstudentin am Museum Die Neue Sammlung hat sie 2011–2015 an mehreren Ausstellungen und Publikationen mitgewirkt. Nebenberuflich war sie in der Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit für freie Kunstprojekte wie hiSTOREy von CADAM, dem RODEO Festival oder Spielmotor e.V. tätig. Sie arbeitet als Projektbetreuerin für die Festivals DANCE, ThinkBig! und SPIELART. Im Kunstverein München war sie 2016/2017 als Koordinatorin tätig und zudem verantwortlich für PR und Fundraising. Seit Juli 2017 ist sie freischaffende Kuratorin und wirkt zum 2. Mal bei einer Produktion von Dorothea Schroeder mit.

 

Presse-/Öffentlichkeitsarbeit

Kathrin Schäfer gründete nach Stationen am Theater Regensburg, am Bayerisches Staatsschauspiel München, bei den Salzburger Festspielen, am Nationaltheater Mannheim und an den Münchner Kammerspielen 2007 ihre Agentur für Kultur PR in München. Sie betreut zahlreiche Projekte u.a. für das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, das Goethe-Institut, die Kunstpastoral der Erzdiözese Freising/München mit Sitz in St. Paul, die Bayerische Akademie der Schönen Künste und für verschiedene Einzelkünstler aus den Bereichen Darstellende Kunst (Schauspiel und Musiktheater), Film, Literatur, Bildende Kunst, Musik und Design und Mode.